Norwegen - Schweden - Finnland im August 2017

Erlebt unsere Reise von Tag zu Tag mit.
Der Weg durch die Tage lohnt sich....die Traumbilder kommen weiter unten :)

Vorbereitungen auf Norwegen 2017

23. Jul 2017

Die Urlaubsvorbereitungen laufen.  Noch 2 Wochen – dann starten wir unsere Norwegen Tour!
Geplant haben wir bisher noch nicht so viel. Die grobe Tour steht. Mehr planen wir nicht.
Ziel ist es, bis zum Nordkap zu fahren. Unterwegs entscheiden wir, wo unser Weg uns hinführt.
Mal sehen, ob wir nach 3,5 Wochen wieder zu Hause sind :)

5. August 2017 - Nur noch 1 Tag

Heute beendeten wir unseren Einkauf für die Norwegenreise. Wir haben nur das Allernötigste gekauft ?

Auto gepackt mit Hunden, Essen und Klamotten und zum Wiegen gefahren. Da hatten wir doch etwas zu viel mit. Was musste hier bleiben ? Kinder, Hunde, Mann..... Es hatten aber alle ihre Gründe überzeugend vorgetragen, auf die Reise mitzukommen. Wir nahmen somit nur 70 l Frischwasser mit und ließen ein paar Getränke zu Hause. Der Wein blieb natürlich dabei, denn der ist uns in Norwegen zu teuer. Jetzt passten wir in die Toleranzgrenze.
Mit 4 erwachsenen Personen und 4 großen Hunden plus Zubehör wird es schon knapp. Aber nun passte alles.
Es kann losgehen.

6. August 2017 - Es geht los !

7. Aug 2017
Um 17 Uhr ging es Richtung Puttgarden los. Ohne große Wartezeit setzten wir bei schönstem Sonnenschein mit der Fähre nach Dänemark über und erreichten nach der Fahrt durch Dänemark gegen 22 Uhr Malmö.

Um 23 Uhr suchten wir uns einen Schlafplatz in Änglesholm. Wieder durch Zufall und eine kleine Onlinesuche fanden wir einen tollen Stellplatz direkt am Meer in einem Naturschutzgebiet. 
Kurz das Meer und die Brandung bei Vollmondschein angesehen und Sternschnuppen geschaut.
Bei Meeresrauschen schliefen wir ein und wachten mit dem gleichen Geräusch am nächsten Morgen auf.

Weiterfahrt über Göteborg durch Värmland und Dalarna in Richtung Mora

7. Aug 2017

Wir standen früh um 7 Uhr auf, da wir heute noch eine Strecke zurücklegen wollten, um schnellstmöglichst nach Norwegen einzureisen. 
Wir schafften es heute bis kurz vor Mora. Von der Hauptstraße aus bogen wir am späten Nachmittag auf eine Schotterstraße ab und fuhren in verschiedene Richtungen. Einfach der Nase lang, durch Wälder, an Seen vorbei. 
Wir fanden dann einen kleinen Platz für uns alleine mit Blick auf einen See, mitten im Wald von Dalarna nahe des Ortes Gävunda. Die Hunde konnten sich wieder richtig austoben. Es gab etwas lecker überbackene Maultaschen aus dem Omnia zu essen. 

8. August 2017 - Rentiere und traumhaftes Schweden

Die nächste Tagestour Richtung Norwegen stand für heute auf dem Programm. Die Hunde tobten sich noch einmal aus. Nach dem Frühstück ging es um 9 Uhr los. Ziel war für heute Tännäs, ein in besonderer Erinnerung gebliebener Ort von Tina. Hier waren wir vor 2 Jahren schon einmal. Die Strecke dorthin war wunderschön. Wir wählten eine Strecke, die schnell zur Norwegischen Grenze führte, aber dennoch interessant war von der Landschaft her. Es ging durch Wälder mit Seen, die Bäume veränderten sich, es wurde einsamer und eindrucksvoll. Tolle Ausblicke bot uns die Natur. 

Dann sahen wir sie, die ersten Rentiere auf unserer Reise. Ein Renhirsch in weiß stand mitten auf der Straße. Weitere folgten auf unserer Strecke und blockierten unseren Weg. Diese Tiere sind beeindruckend und strahlen eine enorme Ruhe aus.

Ein Schotterweg ging rechts ab, Richtung Wasserfälle.... der Weg zog uns an, Schotterpiste. Also machten wir einen kleinen Abstecher zu den Wässerfällen. 

Weiter ging es dann auf unserer Strecke zur Norwegischen Grenze. Da wir unsere Hunde verzollen müssen und die Grenzstation nur bis 15.30 Uhr besetzt ist, suchten wir uns einen kleinen Stellplatz direkt an einem Fluss. 
Selbstverständlich hatte wir einen perfekten Platz, eine Rentierherde suchte sich ihren Weg direkt an unserem Wohnmobil vorbei. Den Abend genossen wir mit Blick auf den Fluss, bevor wir morgen nach Norwegen einreisen.

09. August 2017 - Einreise Norwegen und es geht nordwärts

Nach einer ruhigen Nacht starteten wir um morgens um 9.30 Uhr Richtung Grenze. Wir meldeten unsere Hunde beim Zoll an - ohne Probleme. 
Wir suchten uns eine abseits gelegene Strecke Richtung Trondheim aus. In der Ferne konnten wir die schneebedeckten Berge sehen. Unterwegs gab es wieder viele Rentiere.  Nach ca. 3 Stunden Fahrt erreichten wir Trondheim. Wir durchstreiften die Straßen der Stadt ein wenig zu Fuß und stärkten uns bei Burger King. Auf dem Weg stadtauswärts hatten wir leider einen kleinen Rempler mit einem Auto hinter uns. Die 2 Autos trafen sich, unser Heck hat nun eine Beschädigung an der Stoßstange und am Rücklicht. Nachdem alle Angelegenheiten über die Versicherung geklärt waren, fuhren wir ein wenig niedergeschlagen weiter. So ein Mist - aber weiter geht unsere Tour. Den Spaß lassen wir uns nicht nehmen.
Die Straßen zogen sich kilometerlang durch Waldgebiete mit Seen und Gebirgszüge. Je weiter wir in den Norden kam, desto schöner wurde die Natur für uns. 
Um 21 Uhr erreichten wir Nordnorwegen. Da wir so weit wie möglich an Strecke im unteren Teil zurücklegen wollten, fuhren wir die E6. Eine Hauptverbindungsstraße von Süd- nach Nordnorwegen. Stark befahren, feste Straße - also nicht so richtig für uns. Aber wir wollten ja so weit wie möglich nordwärts. Gegen 21.30 Uhr fanden wir einen Stellplatz für die Nacht. Der Ausblick war einfach traumhaft, der sich hier bot.

10. August 2017 - Nationalpark und Anreise zum Gletscher Svartisen


Nach einer doch recht ruhigen Nacht an der E6 fuhren wir um 9.30 Uhr über eine Nebenstraße Richtung Nationalpark Börgefjell.
heute regnete es leider immer mal wieder.  Wir fuhren nicht weit, da ging eine Schotterpiste zum Börgefjell. Wir bogen ab. Der Weg ging nur über ca. 3 km auf einspuriger Schotterpiste entlang mit starken Steigerungen und Gefälle. Das Wetter erholte sich und wir entschlossen uns, ein wenig im Nationalpark zu wandern. Eine traumhafte Landschaft, im Hintergrund Berge mit Schneefeldern, Moor, Wald, reißende Flüsse und Wasserfälle, die über eine Hängebrücke angesehen werden konnten. Sogar die Sonne kam heraus. So wurden es insgesamt knapp 8 km Wanderung. Auf dem letzten Kilometer gab es dann noch einmal einen kräftigen Regenguss, der uns ordentlich durchnässte. Aber kein Problem, wir haben mit unserem Bad einen funktionellen Trockenraum. Heizung an – alles trocken. Für uns gab es einen warmen Milchreis.
Weiter ging die Tour auf Nebenstrecken, an tollen Fjorden und Seen, über Brücken und an Bergen vorbei. Nach einer schönen Fahrt über enge Straßen bergauf- und ab gelangten wir wieder auf die E6. Hier kamen wir nur bis hinter Mo I Rana, da wir links abbogen Richtung des Gletschers Svartisen.

Wir stehen für heute Nacht direkt am Fluss am Gletscher. Morgen starten wir mit einem Boot Richtung Gletscherebene, um dort den Gletscher eigenen Fußes zu besteigen. Nach einem super leckeren Abendessen mit frischem Lachs, Penne und Dillsauce zog unser Bett uns um 23 Uhr magisch an.

11.August.2017 - Überquerung des Polarkreises und Anreise auf den Lofoten

Leider regnete es heute früh genauso wie in der ganzen Nacht. Somit fiel leider die Gletschertour aus.

Wir fuhren weiter Richtung Polarkreis, den wir gegen Mittag erreichten. Hier machten wir Stop zur Besichtigung. Nach dem Rundumblick am nebeligen Polarkreis ging es weiter auf der E6. Narvik war das Ziel. Die Strecke ging wieder an Fjorden und Bergen vorbei. Viele enge Tunnel mit Kurven, Steigungen und Gefälle haben wir durchfahren. Der Regen begeitete uns leider die gesamte Fahrt über, so dass der Blick auf die Landschaft leider in Wolken verhüllt war. 
Unterwegs entschieden wir uns, die Fähre von Bognes nach Lödingen auf die Lofoten zu nehmen.
Einfach am Fähranleger angestellt. Eine Stunde später haben wir sie endlich erreicht - die Lofoten. Auf diesen Ort hat Tina sich am meisten gefreut. Die Aussicht von der Fähre wäre einmailig gewesen, wenn da nicht der Regen wäre ( einfach mal die Lofoten googeln, so sieht es hier aus ).
Kurz noch etwas eingekauft und getankt, dann fuhren wir die E10 Richtung Reine für ca. 15 Minuten. Wir fanden auf einer Nebenstrecke einen kleinen Platz für uns mit herrlichem Blick. Mal schnell eine Calzone gemacht. Der Regen prasselt immer noch, aber ab morgen soll die Sonne kommen - Tina will die Lofoten sehen :) 

12.August.2017 - Lofoten, Lofoten, Lofoten

Bei Regen sind wir aufgewacht, es gab noch einige Sturmböen.... aber dann kam die Sonne durch.

Unser Tour ging von der Nähe Lödingen bis nach Reine in den Süden der Lofoten.

Auf dem Weg haben wir so viele wunderschöne Eindrücke dieser einmaligen Gegend erhalten. Es sind so viele Bilder an einem Tag entstanden, wie andere in ihrem ganzen Urlaub machen. Und es gibt noch so viel zu sehen hier. Die Natur ist überwältigend. Klares blau-grünes Wasser, Berge, die bis in die Fjorde steil hineinragen, Sandstrände, Felsengruppen und tolle Straßen, die Spaß bringen zu fahren. Ganz oft machten wir eine Pause, um das Licht mit der Kamera einzufangen und die Landschaft auf uns wirken zu lassen.
Reine beeindruckte uns sehr durch ihr Panorama und ihren Charme.
Gegen 18 Uhr suchten wir uns einen Schlafplatz. Eine Schotter-Nebenstrecke führte leider ins Nichts und die Straßen waren so eng, dass wir uns hier nirgends hinstellen konnten. Wir fanden dann einen Platz mit herrlicher Aussicht auf den Sonnenuntergang direkt am offenen Meer in der Nähe von Vareid. Den Abend verbrachten wir 4 mit einer lustigen Runde "Meier".
Jetzt um 23.26 Uhr beginnt so langsam die Dämmerung.
Morgen gehts es über die Lofoten nordwärts, dazu über Nebenstraßen und Fähren über die Vesteralen bis zur Insel Senja. Wir sind gespannt :)

13. August.2017 - Fahrt nach Senja

Bei Sonne mit einem herrlichen Blick aufs Meer aufgewacht.

Nachdem wir mit Ei und mmmh Rote Beete Salat gefrühstückt hatten, fuhren wir die Lofoten wieder in den Norden hinauf. Geplant war, die Strecke über Melbu mit der Fähre zu fahren. Doch hier hätten wir 1 Stunde Wartezeit gehabt. So fuhren wir doch den Landweg über die 85 bis nach Andenes hinauf. Es hatte sich gelohnt die obere Spitze anzufahren. Die Landschaft war beeindruckend schön.
Auf der Strecke gab es plötzlich einen Aufschrei von Tina „Eeeelch“….. Vollbremsung und zurück. 
Auf einer Wiese stand er – Tina sprang heraus und konnte ihn fotografieren.
In Andenes angekommen, fuhren wir gleich zum Fähranleger, um mit der Fähre auf die Insel Senja überzusetzen. Die kurze Wartezeit nutzten  wir mit einem Joghurt, dann ging es auch schon in den Bauch der Fähre. Nach einer eineinhalbstündigen beeindruckenden Überfahrt, waren wir auch schon auf Senja angekommen. Aus dem Bauch der Fähre herausgekommen, fuhren wir die 85 weiter und bogen nach kurzer Fahrt links den Berg mit einer 8% Steigung. Wir wurden fündig - unser Nachtlager für heute lag in Alleinanlage am Fuße eines Berges direkt an einem See.  

14. August 2017 - Kleine Rundfahrt über Senja und weiter Richtung Alta - noch 450 km zum Nordkap

Der Regen begleitete uns auch heute wieder am Morgen. Es war auch schon merklich kühler mit 9 ° C. Wir stärkten uns mit einem Frühstück und besprachen die weitere Tour.
Senja wollten wir nicht wieder einfach so verlassen, ohne ein bißchen mehr von dieser bezaubernden Insel zu sehen. Somit machten wir eine kleine Rundfahrt entlang der Felsenküste am Meer mit zahlreichen engen Tunneln. Es hat sich gelohnt. Der Regen ließ nach, ein wenig Wolken und Nebel blieben. Aber auf der Strecke gab es sehr schöne Stellen zum Bestaunen. Felsen, Riesenwellen und Sandstrand. Dann verließen wir Senja und fuhren auf der E6 weiter. Unterwegs legten wir an einem Bach eine Pause zum Essen ein. Die Hunde konnten sich noch einmal die Beine vertreten und wir natürlich auch. Unser Vorratsschrank war auch mittlerweile sehr leer. Also füllten wir diesen wieder mit wichtigen Leckereien für die nächsten Tage.
Gegen späten Nachmittag fingen wir an, unseren Schlafplatz für die Nacht zu suchen. Über unsere sehr gute App fanden wir wieder einmal einen genialen Platz ganz für uns alleine.
Inmitten eines kleinen Waldes mit Blick von Felsen auf den Fjord. Im Hintergrund die Berge mit 2 Gletschern..... was für ein Ausblick ! Aber Hunger hatten wir sehr. Es gab Lachs mit Kartoffelecken und Sourcreme.
Kleiner Blick auf unseren Kilometerstand. Bisher sind wir 3500 km gefahren. Bis zum Nordkap sind es noch ungefähr 450 km. Auf dem Weg werden wir über Alta fahren und vielleicht auch eine Kurve Richtung Hammerfest fahren.
Morgen und Mittwoch soll das Wetter besser werden, somit bestehen Chancen, die Nordlichter zu sehen. Vielleicht haben wir Glück.

15. August 2017 - Alta und ab zum Nordkap


Wir hatten eine sehr ruhige Nacht gegenüber der Gletscher. Wir standen wieder ganz alleine für uns. Die Stadt Alta war unser Ziel. Es waren ca. noch 300 km zu fahren.  

Unterwegs ver- und entsorgten wir unsere Wasservorräte bei einem kleinen Stop und nutzten dieses mit einer ausgiebigen Dusche aus.
Nach einer Stunde ging es Richtung Alta. Die Nordlichtkathedrale ist das Wahrzeichen dieser Stadt. Natürlich durfte eine Besichtigung der Kathedrale nicht fehlen. Eine Ausstellung zum Polarlicht gab es ebenfalls. Zum Mittag schnell einmal Pfannkuchen mit Apfelmus gemacht und weiter ging`s.
Die Landschaft wurde immer karger und für uns umso mehr beeindruckender. Eine Weite zog sich vor uns her, so dass wir gar nicht entscheiden konnten, wo unser Blick zuerst hingehen sollte.
Die Fahrt heute sollte eigentlich nur bis zur Mitte zwischen Alta und Nordkap gehen. Aber wir waren so gut beim Fahren dabei, dass wir es sogar bis 13 km vor den nördlichtsen Punkt Europas schafften. Unseren Stellplatz für diese Nacht fanden wir in einem Gebirgszug auf dem letzten Stück. Nur Rentiere waren um uns herum. Es war sehr kalt in dieser Nacht. 8 Grad und ein stürmischer Wind wackelte an unserem Auto. 

16. August 2017 - Nordkap, wir sind angekommen

In der Nacht gab es keine Nordlichter zu sehen. Es ist auch noch ein wenig früh im August, es ist noch sehr hell in der Nacht, aber in Island gab es vorgestern bereits welche. Tina gibt die Hoffnung nicht auf.
Wir waren so verrückt und stellten uns den Wecker auf 4.30 Uhr, damit wir die letzten 13 km bis zum Nordkap fahren und so früh wie möglich und so gut es geht alleine dort sind. Es zog ein eisiger Wind. Schnell ein wenig frisch gemacht und die Straße gehörte uns alleine.
Wir kamen an - das Nordkap. Unser Auto brachte uns mit jetzt insgesamt 20.000 km (seit Dezember 2016) an unser Ziel. Die Zahl nullte am Nordkap :)
Oben angekommen, war der Parkplatz voll mit Womos, die bereits die Nacht dort standen. Alle schliefen noch. Was für ein Glück ! Waren wir froh, diesem Massentourismus entkommen zu sein und wir nur unsere Rentiere hatten.
Bei Sturm gingen wir zum äußersten Punkt, zur Nordkapkugel. Der Sturm blies uns fast weg.
Der Himmel zeigte sich uns zur frühen Stunde in tollem Licht. Frühes Aufstehen hat sich gelohnt.
So langsam erwachten auch die anderen und stürmten hinaus. In dieser Zeit saßen wir hingegen im Restaurant und gönnten uns ein ausgiebiges Frühstücksbufett.
Sattgefuttert fuhren wir die Strecke in Richung Kirkenes. Das Wetter war traumaft. Strahlend blauer Himmel und 18 Grad.
Wir fuhren heute nicht so weit, fanden wieder einen super Stellplatz am Fjord. Die Hunde konnten schwimmen, wir sammelten Steine, Muscheln und Seeigel.
Wir genossen den Tag in herrlicher Sonne, immer den Blick in die Ferne über den Fjord. Unseren Dorsch grillten wir zum Abend mit frischen Kartoffelecken. 
Auch diese Nacht wird es wieder nicht ganz dunkel werden. Also keine Nordlichter - Tina muss noch 8 Wochen hier bleiben :)

17.08.2017- Quer durch rauhe Landschaft auf dem Weg in Richtung Kirkenes

Wir hatten noch ca. 400 km bis Kirkenes vor uns. In Lakselv kauften wir wieder einmal ein, um für die nächsten Tage versorgt zu sein.  Wir fuhren über Lakselv die 98 hinauf, wollten die Hauptstraße E6 wieder meiden. Unsere Strecke führte uns durch eine sehr rauhe Landschaft aus Geröll und Felsen. Kaum ein Auto kam uns entgegen. Am Rande standen gelegentlich ein paar kleine Fischerhäuschen und Schafe lagen auf der Straße - lebendig. Hier eine Autopanne zu haben, war nicht gerade sehr gut vorstellbar. Die Straßen waren sehr schlecht und jedes Schlagloch merkten wir umso mehr.  Auf einem einsamen Parkplatz mit Blick aufs Meer gab es eine kleine Mittagspause. Weiter ging es, wir mussten noch unser altes Wasser entsorgen und wieder neu auffüllen. 

Im Ort Tana Bru konnten wir tanken und ver- und entsorgen. Die Landschaft war hier schon wieder ein wenig grüner und bewohnter. Ein kleines Stück wollten wir noch weiter, um uns dann einen Schlafplatz zu suchen. In einem Naturschutzgebiet mit freier Sicht auf den Nationalpark am Varangerfjord blieben wir stehen. Bisher wieder komplett alleine. Es ist gleich 21 Uhr und noch taghell. Es wird ein wenig stürmisch hier oben, das Auto schaukelt ordentlich hin und her. Mal sehen, wann diese Nacht die Dämmerung einbricht. Den Abend verbrachten wir mit Singen von netten russischen Liedern :)))

18. August 2017 - Einen Blick nach Russland werfen

Wir haben gut geschlafen. Der Sturm nahm in der Nacht kräftig zu, aber wir standen recht gut vom Winkel her zum Wind. Es rüttelte nur etwas in der Nacht. Die Aussicht war toll. Tina bekam in der Nacht einige Himmelsbilder mit, aber leider keine Polarlichter. Voraussetzungen waren sehr gut, der KP Index sehr hoch, doch leider war es zu hell. Aber der Himmel war trotzdem sehr beeindruckend. Den Sonnenaufgang konnte Tina aus dem Bett ebenso erleben, gegen 4 Uhr ?

Unser Ziel war heute die russische Grenze und Kirkenes. Die Fahrt war nicht mehr weit. 
Nach einer kleinen Fahrt durch den Ort entschieden wir uns, die Strecke zum Ort Grense Jacobselv zu fahren. Dieser Ort lag direkt n der russischen Grenze. Teilwiese ging unser Weg nur 5 m von der Grenzlinie entfernt entlang. Die Straße führte am Grenzfluss entlang. Es war schon ein sehr sonderbares Gefühl, so dicht an Russland zu sein. Unser Standort lag östlicher als St. Petersburg.
Die Strecke führte über die Hälfte über eine enge Schotterpiste. Rechts 5 Meter weiter Russland und wir fuhren durch die Pampa.
Im Ort Grense Jacobselv gibt es die Kapelle von Kong Oscar II. Nebenan ist ein Friedhof, auf dem ganz alte Gräber lagen. Hier herrschte eine unglaubliche Ruhe und beruhigende Stille.  
Dann ging es zurück. Die Schotterpiste entlang - Schlaglöchern ausweichen gehört zu unseren täglichen Aufgaben. 
In Kirkenes stoppten wir noch kurz am Grenseland Museum. Unser Tank wurde auch noch gefüllt.

Über die Grenze von Norwegen nach Finnland fuhren wir bei Neiden, nicht weit von Kirkenes entfernt.
Eine schöne Landschaft mit weichen Seen lag vor uns.  Schwupps, da wurde uns eine Stunde am Tag geschenkt. Die Uhr läuft eine Stunde zurück hier.

Abends fanden wir unseren Schlafplatz bei einem Outdoor Sami Museum. Es war interessant, sich die Häuser und Lageräume der Samikultur anzusehen. 
Am nahegelegenen See startete ein Wasserflugzeug, das mit seinem Motorengeräusch nicht zu überhören war. Da einmal mitfliegen…..
Es gab eine Runde „Mensch ärgere dich nicht“ und „Meier“ vorm Schlafengehen

19. August 2017 - Finnisch Lappland

Am Morgen regnete es. Die Strecke führte uns durch Finnisch Lappland. Bäume über Bäume, Einsamkeit, Ruhe und lange Straßen.
Den Ort Mounio suchten wir uns als Übergang nach Schweden aus. Es führte eine Hauptstraße dorthin. Sehr gut. Doch diese Hauptstraße wechselte nach der Hälfte von Asphalt in Schotter.
Die restlichen 80 km verpassten wir unserem Auto eine Tarnfarbe. So entdeckte uns niemand im Wald. Aber kein Problem, das fällt irgendwann einmal wieder ab.
Mit einem getarnten Auto erreichten wir Mounio. Im Supermarkt kauften wir noch etwas für uns ein. Morgen wollten wir an Luca`s Geburtstag grillen. Eine Torte für ihn besorgten wir auch noch heimlich.
Im Laden fing Finja das Gespräch mit einem Pärchen an. Auf deutsch. Wir kamen ins Gespräch. Anita und Mario luden uns zu sich nach Hause ein, ganz in der Nähe in Särkijärvi. Wir können bei ihnen bleiben. Na klar, das Angebot nahmen wir sehr gerne wahr. 
Welche Zufälle es manchmal gibt. Treffen wir hier in Lappland Mario, der aus Henstedt-Ulzburg kommt aus frühester Kindheit und jetzt in Finnland lebt mit Anita und den Kindern.
Das Grundstück und das Haus sind einfach traumhaft. Direkt am See, eigener Badestrand mit Steg. Bootsanleger und einer wahnsinnig tollen Sauna.
Für heute Nacht mussten noch die Netze im See ausgelegt werden. Wir konnten alle mit. Mal sehen, wie viele Fische uns bis morgen ins Netz gehen.
 
Am Abend grillten wir gemeinsam. Es gab so viel zu erzählen. Über das Land und das Leben hier erfuhren wir sehr viel. Somit saßen wir bis nach Mitternacht zusammen. Unsere Hunde bekamen Rentierknochen und waren damit den ganzen Abend beschäftigt. Oh, die waren sooo lecker. Anita hat die Sauna für uns aufgeheizt. Ganz liebevoll standen überall Kerzen im Vorraum. Handtücher lagen bereit. Es war so einladend.
Wir gingen zu viert in die Sauna und kühlten uns im See ab. Es war so herrlich, dort zu sitzen mit dem Blick aufs Wasser. Um 2 Uhr lagen wir todmüde im Bett. 

20. August 2017 - Ruhetag im Haus am See

Um 9 Uhr hatten wir uns verabredet, die Netze wieder aus dem Wasser zu holen. Es war ein wenig windig. Mit Regenkleidung gings los aufs Wasser. Ein paar Barsche gingen uns ins Netz. Nach der Rückkehr gab es einen Kaffee mit Mario. Heute ist Luca`s 16. Geburtstag. Wir überraschten ihn mit seiner Torte. 
Am Nachmittag kam Anita von der Arbeit.  
Wir saßen gemeinsam bei den Beiden zu Hause bis zum Abendessen. Lecker Spaghetti mit Rentierhacksoße. Die war sehr gut. 
Die Gastfreundschaft von Anita und Mario war enorm. 4 wildfremde Menschen mit 4 Hunden einfach zu sich einladen, für alle ein wunderbares Essen zaubern, uns einen schönen Tag bereiten, die Sauna zum Entspannen anzubieten findet man nicht überall. Wir haben und sehr gefreut, die so herzliche Familie kennenzulernen und hoffen sehr, uns eines Tage wiederzusehen. Lieben Dank !! 
Gegen 20 Uhr fuhren wir von Anita und Marion in Särkijärvi los. Wir wollten noch etwa 2 Stunden fahren. 
An der E8 fanden wir einen Schlafplatz in Höhe Mannajärvi. Die Rentiere standen auch wieder vermehrt mitten auf der Straße, so dass es gut war, jetzt die Fahrt zu beenden für heute. 
Satt waren wir ja vom leckeren Essen. Somit wurden noch kurz die Hunde versorgt und wir gingen ins Bett.

21. August 2017 - Zurück in Schweden

Weiterfahrt vom Schlafplatz an der E8. In Kolari nahmen wir den Grenzübergang nach Schweden.
Das Wetter ist heute richtig schlecht. Regen, Regen, Regen. Geplant war die Strecke quer Richtung Osten, damit wir noch einmal schöne Berge und Naturreservate sehen konnten. Aber wir entschieden uns dann, den Weg an den Bothnischen Meeresbusen zu nehmen. Im Süden ist das Wetter besser. In Pajala leerten wir wieder unser Grauwasser und versorgten uns mit frischem Wasser für die nächsten Tage.
Nach 5483 km auf unserer Reise überquerten wir 25 km nördlich von Överkalix  wieder den Polarkreis.
An diesem Abend wollten wir nicht so weit fahren. In Höhe Lulea stellten wir uns in das Naturreservat Gammelstadsviken.
So langsam hörte der Regen auf und wir konnten hier ein wenig spazieren gehen mit den Hunden. Danach gab es lecker Essen und einen ruhigen Abend mitten im Wald.

22. August 2017 - Es geht südwärts in Schweden

Es regnete zum Glück nicht beim Aufstehen. Es ging weiter. Unsere Essenvorräte waren fast alle wieder leer, also mussten wir etwas zum Einkaufen suchen. Ein riesiges Einkaufszentrum kam in der nächsten Stadt…. Oh so viel zu essen gab es hier.  Wie man als Familie durch den Supermarkt schlendert, seine Zeit dort verbringt und sich alle Produkte ansieht, als wenn man diese noch nie gesehen hätte. So einiges landete bei uns im Einkaufswagen.

Auch Tina schnappte sich gleich mehrere Riesentafeln der Marabou Schokolade mit gesalzenen Mandeln. Da werden wir wohl noch einen Vorrat mit nach Hause nehmen. 
Für den Abend war Grillen geplant. Hierzu wollten wir einen Stellplatz am Omnesjön anfahren. Diesen Platz kannten wir von vor 2 Jahren.
Natürlich fanden wir ihn schnell wieder. Er hatte sich nicht verändert. Immer noch sehr gepflegt mit eigenem Badestrand, mehreren Feuerstellen und einer großen Grillkota. 
Wir schnippelten Salat, kochten Kartoffeln und die tierische Beilage waren Spare Rips und Nackensteaks. Dazu einen Rotwein und der Abend wurde genossen. 
Ach und einen Biber haben wir an uns vorbeischwimmen sehen…. Oder war es doch eine Bisamratte ? ? Nein, ein Biber !

23. August 2017 - Nationalpark Skuleskogens / Högen Kusten

Unser heutiges Frühstück konnte das erste Mal in diesem Urlaub unter freiem Himmel genossen werden. Die Hunde waren froh, sich endlich im Freien aufhalten zu können. Dabei hatten wir einen Blick auf den Omnesjön. 
Für heute hatten wir uns vorgenommen, den Nationalpark Skuleskogens anzusehen. Der Park liegt in dem Landzug der Höga Kusten, einem sehr abwechslungsreichen Gebiet aus Felsen und Natur.  Von unserem Stellplatz war es nicht weit.
Bei sonnigem Wetter wollten wir eine kurze Runde durch den Nationalpark drehen. Daraus wurde  letztendlich eine ca. 12 Kilometer und 5 Stunden Wanderung. Der Weg ging über Steine, am Wasser entlang, über steinige Hügel steil bergauf und bergab, durch Schluchten hindurch. Die Aussicht vom obersten Berg war herrlich auf das Meer. Der Weg hatte sich gelohnt.
Nach einer kurzen Pause und Stärkung am Auto, starteten wir Richtung Sundsvall. Auf der Fahrt nahmen wir die Gelegenheit wahr, unser Frischwasser aufzufüllen, das Abwasser abzulassen und die Toilette zu leeren. Danach ging es ab zum Duschen für alle. Die Fahrt ging weiter. Morgen wollen wir Stockholm besuchen.
Natürlich durfte es nicht fehlen, uns die Brücke bei Kramfors wieder anzusehen und zu bewundern.
Über unsere App fanden wir für heute Nacht einen Schlafplatz direkt am See in Alleinlage in der Nähe von Stocka bei Srömsbruck. 
Zum Abendbrot gab es Pulled Beef mit Salat, Spare Rips und Reis. Lecker…. Jetzt geht es satt ins Bett.
Gute Nacht Finja, Luca, Juli, Miley, Ilma, Tyler, Markus, Tina….. morgen spüren wir unsere Knochen nach den 12 km.

24. August 2017 - Stockholm und Elche

Stockholm war heute angesagt. Wir hatten einen den Burger Laden Vigarda im Kopf. Hier waren wir bereits vor 2 Jahren schon einmal essen. Also ging es nach dem Frühstück los. 

Je näher wir Stockholm kamen, desto dichter wurde der Verkehr. Es war sehr merkwürdig, wieder so viele Autos um sich zu haben, Menschen und Lärm. Wir drängelten uns bis in die Innenstadt, um einen Parkplatz zu finden. 
Nach einiger Durchfahrten mit Staus im Zentrum haben wir einen guten Platz für unseren gefunden.

Dann ging es zu Fuß zum Restaurant. Oh wie war das lecker. Burger und Pommes.
Wir schauten beim Essen dem Treiben in den Straßen zu und freuten uns aber schon ein wenig wieder auf die Wildnis, raus aus der Stadt.
Mit dickem Bauch bummelten wir noch ein wenig durch das Zentrum zum Auto zurück.

Weiter ging es aus der Stadt, um uns einen Schlafplatz zu suchen. Wir bogen ab von den Hauptstraßen. Es wurde so langsam dunkel. Der Weg ging durch Wiesen und Wälder. Viele Rehe kreuzten unseren Weg. Es war wie eine Wildsafari – wunderschöner Fuchs, Rehe, Rothirsch, der sich vor uns ins Dickicht versteckte und natürlich Elche auf den Wiesen.
Links ab ging es dann zu einem kleinen Naturschutzgebiet. Wir bogen ab in den schmalen Schotterweg. Nun hieß es Schritttempo fahren. Jederzeit standen Tiere auf der Straße.
Und dann sahen wir sie. Eine Elchkuh mit ihrem kleinen Kalb. Sie stand direkt vor uns und fraß genüsslich die Blätter von den Bäumen.
Wir fuhren ganz langsam heran und beobachteten. Sie zeigte keinerlei Scheu, und begleitete unser Auto. Tina konnte aussteigen und die beiden Elchen waren somit nur knapp 4 Meter entfernt. Eindrucksvoll, diese Tiere aus dieser Nähe zu sehen. 
Dann trennten wir uns und ließen die Beiden ihren Weg gehen.
Unser Parkplatz kam 1 km weiter. Mitten im Wald, einsam und dunkel. Aus nächster Nähe konnten wir noch eine zeitlang den Elchen zuhören, bis uns die Augen zufielen.

25. August 2017 Zeitreise 40 Jahre zurück

Als Tagesziel hatten wir uns für heute einen Ort ausgesucht, an dem Tina als 4 und 6 jähriges Mädchen mit ihren Eltern und Bruder Urlaub gemacht. Ein kleines Ferienhaus in einem sehr unbewohnten Gebiet, direkt am Meer. Tina hatte den Wunsch, diesen Ort unbedingt einmal zu suchen, weil der Urlaub mit ihrer Familie für sie dort sehr mit Erinnerungen verbunden ist. Nun ja, wo war das denn ungefähr ? Zwischen Kalmar und Karlskrona. Bergkvara ? Mehr hatten wir nicht als Anhaltspunkt. Das war nicht viel. Na dann los.

Als wir in Bergkvara angekommen waren, sagte Tina gleich „Nein, das ist hier nicht. Sie ging noch ein wenig am Hafen entlang. Sie war schon einmal hier, aber nur am Hafen. Aber es ist nicht der Ort, den ihr Herz suchte.
Über Google Maps schaute sie kurz einmal in der Umgebung….. plötzlich sagte sie. „Ich hab es, dort muss es sein, das spüre ich.“ 
Also machten wir uns auf. Es ging 4 km weiter. In den Ort Järnsida. Eine kleine Allee lang. Dann kam ein Schild zum Feriengebiet. Wir bleiben stehen. Tin sagte: „Hier ist es“….. es ist 40 Jahre her.

Wir fuhren den Weg weiter. Tina sagte immer voraus, was als nächstes kommt, und es kam so. Unheimlich. Nach so langer Zeit wusste Tina den Weg. Den kleinen Schotterweg weiter führte sie uns bis zu dem Weg, wo das Haus stehen würde. Sie sagte:“ Halt hier an, wir sind da. Den Rest gehen wir zu Fuß. Das Haus steht dort hinten links.“ Es war aber noch nicht sichtbar. Tina ging zielstrebig den Weg und etwas abwesend aus dieser Welt den Weg hoch. Dann blieb sie vor einem kleinen Haus stehen und sagte, dies sei das Haus. Es war faszinierend, wie Tina den Weg hierher gefunden hat, nur über ihr Gefühl heraus. Es sind 40 Jahre vergangen in der Zeit. Die Nachbarn saßen draußen, Tina sprach diese an und erzählte ihre Geschichte. Die Nachbarn sagte, die Besitzer sind gerade im Haus, wir sollen einfach einmal Hallo sagen.
Und das machten wir. Tina ging in den Garten, in dem sie damals Lagerfeuer machte und spielte. Die Besitzer saßen im Wintergarten, wir stellten uns vor. Und es ergab sich eine unglaubliche Geschichte. Das Ehepaar kannte die damaligen Besitzer des Hauses, mit denen Tinas Eltern befreundet waren. Dann fing ein Gespräch an, wie es vor 40 Jahren war und wie sich alles entwickelte. Als wir uns das Haus ansahen, stand sogar noch das alte Stockbett im Kinderzimmer, in dem Tina und ihr Bruder geschlafen haben. Die schwedischen Nachbarn saßen auch bei uns und erzählten, dass sie Tina kennen. Sie können sich genau an sie erinnern, da sie mit deren Tochter damals gespielt hat. Deren 2. Tochter wurde daraufhin nach Tina benannt. Was gibt es denn für Zufälle im Leben. Tina war, seitdem wir den Ort gefunden hatten, ein wenig abwesend und lebte gedanklich in einer anderen Welt. Es war schwer zu beschreiben. Sie sagte,  dieser Ort hat eine ganz besondere Ausstrahlung, die sie fesselte und festhielt. Eine ganz besondere Aura, wie sie sagte. Was war hier los. Es war unerklärbar, was sich gefühlsmäßig in Tina abspielte. Die Tränen konnten natürlich nicht zurückgehalten werden. So sehr war die Bindung zu diesem Ort ihrer Vergangenheit.
Wir wollen in Kontakt bleiben, uns besuchen. Auch zu diesem Haus wird der Kontakt bestehen bleiben. Wir kommen wieder.
Mit einer sehr in sich und nachdenklichen Tina fuhren wir weiter, unseren Schlafplatz suchten. Es dauerte, bis Tina wieder „zu sich kam“.
Für die Nacht blieben wir am Hafen in …..stehen, mit Blick auf die größte Fußgängerbrücke Europas, die nachts  bunt beleuchtet ist. Was für ein Tag das war….

26. August 2017 Malmö und ab geht’s nach Haus

Nach einer doch recht kurzen Nacht machten wir uns auf nach Malmö. Weit war es nicht mehr. In Malmö angekommen, kauften wir noch ein wenig Marabou Schokolade ein, gesalzene Mandel. J Der Vorrat sollte ein paar Tage reichen. Auf der Öresundbrücke verabschiedeten wir uns von Schweden.

Um 16.15 Uhr nahmen wir die Fähre Richtung aus Rodby Richtung Puttgarden. Auf der Fähre gab es erst einmal Pommes. Wir hatten Hunger. Um 17 Uhr hatte Deutschland uns zurück. In Puttgarden entsorgten wir noch schnell unser Abwasser und die Toilette. Nach Hause ging es.

Wir räumten nach Ankunft gleich alle das Auto komplett aus, so dass wir morgen eine Großreinigung in jeder Ecke durchführen konnten. Die ersten Waschmaschinen liefen am gleichen Abend.
Wir mussten noch einkaufen fahren, da unser Kühlschrank zuhause leer war. Nach einer schnellen Pizza ging es dann unter die Dusche und ab ins Bett. Morgen ist erst einmal ausschlafen angesagt.

Eine kleine Zusammenfassung der Reise folgt, begleitet von einer großen Bildergalerie. Nun müssen wir erst einmal die Eindrücke verarbeiten. Wir haben so viel gesehen auf unserer Reise, so viel erlebt. 
Wir haben uns einen weiteren Traum in unserem Leben erfüllt.

Zeit mit der Familie zu verbringen, seine Träume in die Tat umzusetzen, frei zu reisen und Dinge erleben und zu sehen, die ganz besonders sind und für immer im Herzen und in den Erinnerungen bleiben. Wir werden auch weiterhin unser Leben mit besonderen Momenten füllen und unser Leben in jedem Moment leben.

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© Bettina und Markus Speidel